Upgrade fürs Motorrad: Klasse A2
Du willst den nächsten Schritt auf zwei Rädern gehen? Dann ist Klasse A2 genau dein Ding: Sie baut auf A1 auf und ist der mittlere der drei Motorradführerscheine. Das Stufensystem hat einen klaren Vorteil: Du kannst früh starten – und dich mit wachsender Erfahrung ganz entspannt an mehr Leistung herantasten.
So läuft der Aufbau typischerweise ab:
Start ab 16 mit A1 – bis 11 kW
nach 2 Jahren kannst du auf A2 wechseln – bis 35 kW
nach weiteren 2 Jahren geht’s zum unbeschränkten A-Führerschein – mehr als 35 kW
Kurz gesagt: Step by Step zur großen Maschine – mit Routine, Sicherheit und jeder Menge Fahrspaß.
Allgemeine Infos
Ab wann kannst du starten?
- Mindestalter: 18 Jahre
- Theorieprüfung: bis zu 3 Monate vorher möglich
- Praktische Prüfung: bis zu 1 Monat vor deinem Geburtstag möglich
Welche Prüfungen erwarten dich?
- Direkteinstieg (ohne A1): Theorie- und praktische Prüfung
- Mit A1-Vorbesitz: nur praktische Prüfung
Diese Klassen bekommst du automatisch dazu
- AM und A1
Das darfst du mit A2 fahren
Mit A2 darfst du richtig solide Maschinen fahren – mit klaren Grenzen für Leistung und Gewicht:
- Krafträder bis max. 35 kW
- Das Motorrad darf nicht von einem Fahrzeug mit über 70 kW abgeleitet sein
- Leistung/Gewicht: max. 0,2 kW/kg
Besonderheit: Stufe 2 im Motorrad-System
A2 ist die zweite Stufe der Motorradführerscheine – perfekt, um dich an mehr Power zu gewöhnen.
Nach weiteren zwei Jahren kannst du dann den nächsten Schritt machen und den A-Führerschein erwerben.
Die Idee dahinter: sicher steigern, Erfahrung sammeln und mit jeder Stufe ein bisschen mehr Leistung –
ohne dich zu überfordern.
Theorie
Wenn du schon A1 hast
Dann kannst du durchatmen: Du musst keinen Theorieunterricht mehr besuchen und auch keine Theorieprüfung nochmal ablegen.
Beim Direkteinstieg in A2
Hier läuft’s wie bei A1: Du besuchst den Theorieunterricht mit Grundstoff und Zusatzstoff.
Grundstoff = der allgemeine Prüfungsstoff, der für alle Führerscheinklassen gilt
Zusatzstoff = die Inhalte, die speziell für die Motorradklasse wichtig sind
Mindestumfang (A2 Direkteinstieg):
Grundstoff: 12 Doppelstunden à 90 Minuten, um zur Theorieprüfung zugelassen zu werden
Zusatzstoff: mindestens 4 Doppelstunden à 90 Minuten
Und klar: Wenn ein Thema noch nicht sitzt – zum Beispiel Vorfahrt oder knifflige Verkehrssituationen – kannst du es dir selbstverständlich auch nochmal im Unterricht anhören. Die genannten Stunden sind die gesetzliche Mindestanzahl – unser Ziel ist, dass du dich am Ende wirklich sicher fühlst.
Praxis
In deinen Motorrad-Fahrstunden lernst du, deine Maschine sicher zu beherrschen und dich souverän an die Verkehrsregeln zu halten. Wie schnell das klappt, hängt natürlich auch davon ab, ob du schon Motorrad-Erfahrung mitbringst.
Damit du genau weißt, was auf dich zukommt, gibt es bei A2 drei typische Wege – je nachdem, wo du gerade stehst:
Drei Szenarien für deine A2-Ausbildung
1) Direkteinstieg in A2 (ohne A1)
Hier schreibt der Gesetzgeber neben den normalen Übungsstunden auch Sonderfahrten vor, damit du zur Prüfung zugelassen wirst:
- 5 Fahrstunden auf Bundes- oder Landstraßen
- 4 Fahrstunden auf der Autobahn
- 3 Fahrstunden bei Dämmerung oder Dunkelheit
2) Du hast A1, aber noch keine 2 Jahre
Dann ist die Anzahl der Sonderfahrten reduziert:
- 3 Fahrstunden auf Bundes- oder Landstraßen
- 2 Fahrstunden auf der Autobahn
- 1 Fahrstunde bei Dämmerung oder Dunkelheit
3) Du hast A1 seit mindestens 2 Jahren
Dann gilt: Keine Sonderfahrten mehr nötig.
Du machst nur die Übungsstunden, die du individuell brauchst – bis alles sitzt.
Und wenn du wirklich bereit für die Prüfung bist, sagen wir dir das ganz klar. In einer finalen Stunde bekommst du nochmal den letzten Feinschliff – mit wertvollen Tipps und einem sicheren Plan für deine Prüfungsfahrt.

